Die Ausbildung richtet sich an Studierende der Universität Mainz und findet immer im Wintersemester statt. Den Grundstein bildet die Vorlesung Migrationsrecht von Prof. Dr. Cornils.

Darauf aufbauend werden zwei vertiefende Seminare der Rechtsanwälte Djahanschiri und Nelte angeboten. Im Rahmen dieser Seminare wird das bisher erlernte Wissen vertieft, länderspezifische Informationen vermittelt und auf Besonderheiten
im Asylverfahren eingegangen.

Des Weiteren wird im Wintersemester ein Soft Skills-Workshop bei Herrn Mayer angeboten, bei dem die Auszubildenden auf die Beratungssituation in Beratungsteams vorbereitetet werden und das Mandantengespräch erprobt wird.

Nachdem alle Veranstaltungen besucht wurden, sind die Auszubildenden dazu befähigt, mit der Beratung zu beginnen. Diese findet wöchentlich in Räumen der Universität statt.

Die Beratung erfolgt in 2er-Teams und es wird darauf geachtet, dass immer ein erfahrener Berater oder eine erfahrene Beraterin mit einer oder einem neu ausgebildeten Beraterin oder Berater zusammen berät.

Damit auch nach der Ausbildung eine dauerhaft gute Beratungstätigkeit gewährleistet werden kann, müssen regelmäßig Weiterbildungen besucht werden. Darin wird aktuelle Rechtsprechung diskutiert und häufig auftretende Fallkonstellationen
der Beratung zusammen mit Rechtsanwälten aufgearbeitet und vertieft.

Zudem ist ein weiteres „Soft Skills-Seminar“ bei Herrn Mayer zu belegen. In dieser Supervision werden Situationen der Beratung rückblickend aufgearbeitet und die Beratenden können sich untereinander austauschen.

Nachdem all dies erfolgreich absolviert wurde, erhalten die Teilnehmer ein Zertifikat, das ihnen die Teilnahme an der Ausbildung sowie die erfolgreiche Beratungstätigkeit bescheinigt.

Zusätzlich besteht seit dem Sommersemester 2020 die Möglichkeit, an einer Weiterbildung im Zivilrecht teilzunehmen. Diese ermöglicht es unseren Berater*innen, die bereits die Zwischenprüfung im Zivilrecht im Rahmen des juristischen Grundstudiums erreicht haben, auch in zivilrechtlichen Fragestellungen beraten zu dürfen. Betreut wird der zivilrechtliche Zweig von der in Frankfurt ansässigen Kanzlei „Hogan Lovells“. Die Weiterbildung umfasst zwei Termine, zu denen die Teilnehmer*innen von „Hogan Lovells“ nach Frankfurt eingeladen werden.